FR 03. NOV 2017 19:30 UHR,
Theater im Viertel
Landwehrplatz, 66111 Saarbrücken

NOMURA - ALHO - BLONDEL

Kirsti Alho - Gesang
Kaori Nomura - Piano
Julien Blondel - cello


Das Thema Tod und Sterben ist eines der großen Themen in der Literatur- und Musikgeschichte. Da das Reden über den Tod nur zu gerne tabuisiert wird, fällt es oftmals leichter durch Musik zu kommunizieren und dadurch die damit verbundenen existenziellen Fragen zu begreifen zu versuchen. Das Sterben als die letzte Erfahrung die wir machen und für uns machen müssen, können wir nur durch unsere eigenen Empfindungen vermitteln und vorausspüren. Spiritualität, Melancholie, Mystik, Wut sind Bestandteile des musikalischen Projekts von Kirsti Alho, Kaori Nomura und Julien Blondel.
Alho und Nomura arbeiten schon zwei Jahre zusammen und haben dabei eine eigenwillige Art zu improvisieren entwickelt. Bis jetzt haben sie sich noch an den Strukturen der Jazztradition orientiert, aber mit diesem Projekt haben sie eine neue Möglichkeit zur freien Entfaltung gefunden und neue Formen durch eigene Kompositionen und Absprachen über Strukturen zu schaffen ohne dabei den melodischen Ablauf der Texte nicht aus den Augen und Ohren zu verlieren. Bewusst haben sie sich dazu entschlossen dieses musikalische Projekt mit Cello zu erweitern, um sich mithilfe der dadurch erweiterten Klangsprache dem Thema Tod zu nähern.

 

WOLLIE KAISER & GENERATION Y

Wollie Kaiser – Komposition, Lead-gesang, Gitarre
Endi Caspar – Gitarre, Gesang
Matze Hoffmann – Bass, Gesang
Marius Buck – Schlagzeug, Gesang

„SONGS VOM FALSCHEN ENDE DER STADT“
jeder kulturschaffende sollte sich von zeit zu zeit neu erfinden. dabei ist es durchaus hilfreich, sich ab und zu seiner wurzeln zu besinnen, um sich zu erinnern, welchen lebensträumen man damals nachhing, die im laufe des weiteren lebens nach und nach verblassten oder ganz auf der strecke geblieben sind – sei es durch äußere umstände, sei es durch neue ziele, sei es durch mutlosigkeit oder einem von der gesellschaft aufoktroyiertes ideal von „erwachsen-werden“.
das projekt SONGS VOM FALSCHEN ENDE DER STADT ist ein solcher versuch der „neu-erfindung“. initialzündung war die begegnung mit einem schmalen gedichtband eines mir völlig unbekannten lyrikers aus saarbrücken – dieter a. steinmann - , der mich (wollie kaiser) dazu brachte, eine langgehegte idee endlich in die tat umzusetzen: gedichtvertonungen in form von songs. so entstanden in relativ kurzer zeit 24 lieder mit texten von joachim ringelnatz, erich mühsam, kurt tucholsky, françois villon, wilhelm busch, erich kästner und natürlich diesem besagten zum glück noch unter uns weilenden dieter a. steinmann.
die band-besetzung ist bewusst einfach gewählt, um der eindringlichkeit der texte raum zu geben. dies korrespondiert mit einer gewissen kompositorischen gradlinigkeit in der musikalischen umsetzung.